Bürgerstiftung Tecklenburger Land
Wir helfen Menschen in Not.

Ibbenbürener Volkszeitung vom 17.05.2019

Hilfe, die bei Kindern ankommt

Bürgerstiftung Tecklenburger Land legt erfolgreichen Rechenschaftsbericht für das Jahr 2018 vor

von Stephan Beermann
TECKLENBURGER LAND - Dass sich bei Stiftungen vieles um Geld dreht, liegt in der Natur der Sache. Aber weit über Kapital und Erträge hinaus geht es bei der Bürgerstiftung Tecklenburger Land auch und vor allem um die ehrenamtliche Unterstützung der Schwächsten unserer Gesellschaft. Und das sind vor allem Kinder und alte Menschen in Not.

Dies wurde erneut eindrucksvoll deutlich während der 19. Stifterversammlung, zu der Vorsitzende Anke Rieping rund 50 Stifter und Helfer im Saal Feldmann in Riesenbeck-Birgte begrüßte. In den Mittelpunkt ihres Rechenschaftsberichtes für das Jahr 2018 rückte sie die Entwicklung der Projekte „Alt für Jung“ mit derzeit 21 ehrenamtlichen Coaches zur Begleitung schwer motivierbarer Jugendlicher und das Kooperationsprojekt „Wir für Kinder“. 77 Frauen und zwölf Männer leisteten 12 500 Stunden an 14 Schulen und neun Familienzentren. „Das ist sehr stark, eine tolle Zahl“, kommentierte Rieping diese Leistung.

»Sie spenden ihre Zeit für die Kinder. Woche für Woche.«

Schulleiterin Beate Droppelmann über die Ehrenamtlichen im Projekt „Wir für Kinder“ der Bürgerstiftung

Was genau diese Arbeit bewirkt, das schilderten Grundschulleiterin Beate Droppelmann (Hörstel) und ihr Kollege Georg Rohlmann (Birgte). Ehrenamtliche Helfer lernen mit einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen unterrichtsbegleitend das Einmaleins, sie lesen vor, werkeln oder unterstützen die Lehrkräfte. „Sie bringen eigene Ideen ein und erwecken Lebensfreude“, sagte Droppelmann. Rohlmann berichtete, wie an der Birgter Schule das Projekt „Glück“ zur Stärkung der Kinder beitrug: „Ein Projekt, von dem die Kinder wahnsinnig profitieren.“

Die Bürgerstiftung Tecklenburger Land will ihr Engagement im Bildungs- und Fortbildungsbereich ausbauen, hob Geschäftsführer Ludger Börgermann in seinem Grußwort hervor. Deshalb schlug Vorsitzende Rieping der Versammlung vor, den Vorstand um ein weiteres Mitglied zu erweitern. Für diese Aufgabe stellte sich Monika Althaus, Leiterin der Mauritius-Schule Ibbenbüren und Neu-Stifterin, zur Verfügung. Sie wurde einstimmig gewählt, ebenso wie Ewald Beermann, der in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt wurde.

Aber natürlich ging es Mittwochabend auch um Zahlen und Geld. Schatzmeister Harald Kuschel erläuterte die Bilanz 2018 und den Wirtschaftsplan 2020. Die Niedrigzinsphase hat sich bekanntlich zur Dauerphase entwickelt. Der niedrige Zinssatz wirkt sich auf die Erträge aus. Die Stiftung brauche beides, Stifter und Spender. Aber angesichts sinkender Kapitaleinnahmen seien ihm Spender derzeit mindestens genauso lieb. Die Kassenlage fasste Kuschel so zusammen: „Wir stehen gut da.“ Die Liquidität sei jederzeit gegeben, über Jahre hinweg seien alle Kosten gedeckt.

Gerade im Jahr 2018 hat die Stiftung viel in Einzelfall- und Projekthilfen investiert. Unterm Strich ergab dies im Jahresergebnis ein Minus von rund 43 500 Euro. Dazu Kuschel: „Wir wollen nicht Geld sammeln, sondern Projekte unterstützen.“ Als Besonderheit erinnerte er an die Brandopferhilfe, nachdem ein Feuer in Ibbenbüren Wohnungen vernichtet hatte. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung war überwältigend: „Mit dieser Reaktion haben wir überhaupt nicht gerechnet. Alle Spenden wurden direkt an die Betroffenen weiterge- geben.

 

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