Bürgerstiftung Tecklenburger Land
Wir helfen Menschen in Not.

Ibbenbürener Volkszeitung vom 28.06.2021

„Hätten wir uns nie träumen lassen“

Bürgerstiftung Tecklenburger Land feiert 20-jähriges Bestehen am Aasee-Beach

von Linda Braunschweig
IBBENBÜREN - Stifter und Ehrenamtliche, Vorstand und Kooperationspartner – sie alle kamen am Sonntagmittag zum Aasee-Beach. Dort feierte die Bürgerstiftung Tecklenburger Land ihr 20-jähriges Bestehen. Vorstandsvorsitzende Anke Rieping begrüßte die Gäste und ließ zwei Jahrzehnte Bürgerstiftung Revue passieren. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung gegründet, demzufolge war die Feier zum 20-jährigen Bestehen schon im vergangenen Jahr geplant, musste aus bekannten Gründen aber ausfallen.

„Ob die Gründer damals wirklich geglaubt haben, was daraus entsteht?“, fragte Rieping auch in Richtung von Marie-Luise Lahme, die extra aus Köln angereist war, und die Bürgerstiftung Ende der 1990er Jahre zusammen mit Anneliese Bruns, Ludger Börgermann, Ludger Lindmeyer, Klemens Müer, Hans Jacobi sowie German und Brigitte Rieping aus der Taufe gehoben hatte.

100000 D-Mark als Stiftungskapital sei damals das Ziel gewesen, erinnerte Anke Rieping. Aber die engagierten Gründer holten sogar 53 Stifter und 530000 Mark ins Boot. „Das war eine Wahnsinnsleistung in dieser Zeit“, sagte Anke Rieping.

Im November 2000 überreichte Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven in der Christuskirche persönlich die Stiftungsurkunde. Bis heute ist die Zahl der Stifter auf 212 angewachsen, das Kapital auf eine knappe Million Euro. Viele engagierte Bürger und Stifter sorgen dafür, dass ehrgeizige Projekte auf den Weg gebracht und beibehalten werden konnten, sagte Rieping. Aktuell engagierten sich 100 Menschen zum Wohle der Region. Das sei „ein besonderer Reichtum“ neben dem Stiftungskapital. Ihnen galt der Dank der Vorstandsvorsitzenden ebenso wie den Kooperationspartnern, den Banken und weiteren Unter-stützern.

Seit 2019 hat die Bürgerstiftung ihren Sitz an der Weberstraße. Im selben Jahr starb aber auch der damalige Geschäftsführer Ludger Börgermann, den Anke Rieping noch einmal besonders würdigte. „Wir vermissen ihn immer noch schmerzlich.“ Heute braucht die Bürgerstiftung jährlich eine sechsstellige Summe, um Projekte wie „Alt für Jung“ oder „Wir für Kinder“ umzusetzen und Einzelfallhilfe zu leisten. Weil es zuletzt schwierig war, mit Stiftungskapital Erträge zu erzielen, ist die Bürgerstiftung auf Spenden angewiesen.

Den Vorstand bilden Anke Rieping, Ewald Beermann, Harald Kuschel und Monika Althaus. „Gemeinsam haben wir eine Menge geschafft“, sagte Anke Rieping. „Und wir planen noch viele Jahre mehr.“ Ihr sprach Monika Althaus ein großes Lob aus: „Ohne Anke würde es nicht gehen.“ Marie-Luise Lahme verfolgt die Stiftungsarbeit weiterhin, auch wenn sie nicht mehr im Tecklenburger Land lebt. „Wir hätten uns nie träumen lassen, dass das daraus wird“, sagt sie. Die Veränderungen in der Gesellschaft machten die Stiftungsarbeit heute erforderlich. Wie es war, das Gründungskapital zusammen zu bekommen, daran erinnert sie sich noch gut: „Bei manchen mussten wir dicke Bretter bohren, andere fragten nur, um wie viel es geht. Da war ein großes Vertrauen.“ Bei herrlichem Sommerwetter genossen die Gäste die Feier, zu der auch ein Auftritt von Sabine Hollefeld alias Emma gehörte. Und ein Vorteil hatte die Verschiebung des Festes: Nun sind es nur noch vier Jahre bis zum 25. Jubiläum. Und das soll dann ebenfalls groß gefeiert werden.

 

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