PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 16.10.2013

„Wir für Kinder“ sucht Mitstreiter

Neue Ausbildung für interessierte Ehrenamtliche / Kooperation Bürgerstiftung und SkF wird fortgesetzt

IBBENBÜREN. „Wir werden das wertvolle und etablierte Projekt ,Wir für Kinder’ im nächsten Jahr weiter finanzieren und wollen die bisherige gute Kooperation mit dem SkF fortsetzen“, waren sich Anke Rieping, Vertreterin der Bürgerstiftung und der ehrenamtliche Geschäftsführer Ludger Börgermann während des Kooperationstreffens einig.

Die Förderung des Projektes durch die Aktion Mensch läuft am Ende des Jahres aus, sodass sich die Beteiligten Gedanken zur Finanzierung machen mussten. „Als Stiftung sind wir natürlich auch weiterhin auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, um nicht nur Einzelfallhilfen leisten zu können, sondern auch wichtige und notwendige Projekte wie beispielsweise ‚Alt für Jung‘ und ‚Wir für Kinder‘ so lange wie möglich unterstützen zu können“, betont Rieping.

Die Bürgerstiftung arbeitet nach dem Motto: Wir stiften Zukunft „Wir möchten so viel wie möglich für belastete Kinder und Jugendliche tun, ihnen auf ihrem Bildungsweg tatkräftig zur Seite stehen, Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken.“

Geleitet und koordiniert wird das Projekt „Wir für Kinder“ von der Diplom-Sozialpädagogin und Lernberaterin Ursula Beyer.

Aktuell sind 30 engagierte Helfer in Familienzentren und Grundschulen tätig. Für zwei bis fünf Stunden in der Woche unterstützen und fördern sie einzelne Kinder, beispielsweise bei den Hausaufgaben oder begleiten sie im Unterricht. In den Familienzentren beteiligen sie sich als Leselernhelfer oder Geschichtenerzähler, spielen Sprachförderspiele oder wirken bei unterschiedlichsten Aktionen mit.

Die Helfer konzentrieren sich auf die Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen besondere Aufmerksamkeit brauchen: Da ist zum Beispiel das Kind mit Sprachverzögerungen, der Zappelphilipp mit Konzentrationsschwierigkeiten, das schüchterne und zurückhaltende Kind, emotional belastete Kinder durch Krankheit und äußere Umstände, Kinder mit verlangsamtem Lerntempo. Partner sind sechs Grundschulen (Albert-Schweitzer-, Ludwig-, Bosco-, Mauritius-, Michael- und die Barbaraschule) und vier Familienzentren wie Ludwig, evangelischer Stadtkindergarten, Am Wittenbrink und die Pusteblume. Für das kommende Jahr sind noch die Sünte-Rendel-Schule und der Tobias-Kindergarten im Gespräch.

Für alle Beteiligten sei es eine Win-Win-Situation, sagt Ursula Beyer. Zuallererst seien es die Kinder, die die Eins-zu-eins-Betreuung genießen und durch kleine Schritte erstaunliche Fortschritte machten. Nicht zu vergessen seien aber auch die Ehrenamtlichen, die mit viel Freude und Spaß etwas geben können und die erarbeiteten Erfolge mit dem Kind teilen dürfen“, betont sie. Alle Kooperationspartner seien froh über jeden Freiwilligen, da der Bedarf, gerade auch in den ersten Klassen, steige.

Im Januar wird es eine erneute Ausbildung für Interessierte in Kooperation mit der Fabi in Ibbenbüren geben. Im Rahmen von 40 Unterrichtsstunden geht es z. B. um Rechte und Pflichten des Ehrenamtes, Kommunikation mit Kindern, Verhaltensauffälligkeiten. Anschließend haben die Teilnehmer die Möglichkeit der Hospitation in der gewünschten Einrichtung, bevor sie dann ihre Tätigkeit aufnehmen.

Infos beim SkF, 9 68 60. Zusätzlich möchten die Verantwortlichen Männer für das Projekt gewinnen, die sich vorstellen können, kleine, zeitlich begrenzte Workshops für Jungen zu übernehmen. Gedacht ist an Laubsägearbeiten, Nistkasten- bau, naturkundliche Exkursionen Computer-AG, Erfinderwerkstatt.


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