PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 23.01.2007

Schüler bekommen ihren eigenen "Coach"

Senioren wollen ehrenamtlich junge Menschen auf ihrem Berufsweg stützen

von Elke Lutterberg

TECKLENBURGER LAND. Die Resonanz der ersten Informationsveranstaltung für das neue, generationsübergreifende Projekt "Alt für Jung" der Bürgerstiftung Tecklenburger Land in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) war phänomenal. Mehr als ein Dutzend interessierter Frauen und Männer hatten sich informiert, was dazugehört, ein "Coach" (Betreuer) zu werden. Als Coach sollte man ein lebenserfahrener Mensch sein, der Freude am Umgang mit jungen Menschen hat, und Zeit genug, seine Erfahrung aus der Arbeitswelt, sein Wissen und seine Erfahrung an Jugendliche, die in die Arbeitswelt starten wollen, weiterzugeben.
Zehn Schüler der Aaseeschule in Ibbenbüren möchten gerne einen Coach. Ihre Eltern sind einverstanden. "Jetzt werden wir mit den potenziellen Coaches, die sich wirklich interessieren, Einzelgespräche führen. Der Jugendliche und der Coach müssen schließlich zusammenpassen, harmonieren", erklärt Projektleiterin Christa Terheiden.

Auch die Harkenbergschule in Hörstel, das Berufskolleg Tecklenburger Land, die Hauptschule Tecklenburg, die Ganztagshauptschule in Wersen und die Anne-Frank-Schule in Ibbenbüren haben bereits Interesse signalisiert. "Das Projekt wird wachsen, davon gehen wir aus. Langsam, aber kontinuierlich. Und wir wollen mit dem Projekt auch bis an den Rand der Regionen, wie zum Beispiel Hopsten, gehen. "In drei Jahren, davon ist Christa Terheiden überzeugt, wird das Projekt aus den Kinderschuhen herausgewachsen sein. "Das ist ja auch Neuland für uns, wir haben ja keine Vorbilder", ergänzt Anneliese Bruns.

Durch die Coaches sollen die Jugendlichen mehr Angebote und Chancen für ihre berufliche Zukunft erhalten. "Sie sollen von der Erfahrung der Älteren profitieren, denn die kennen sich aus in der Berufswelt des Tecklenburger Landes. Die haben Beziehungen, verfügen über vielfältige Kontakte", so Terheiden.

Wenn der Kontakt zwischen Schüler und Coach erstmal hergestellt ist, entscheiden die beiden selber, wann, wie oft, und wo sie sich treffen. "Das kann in der Schule sein, hier im SkF, oder in der Stadt."

Wichtig sei: "DasProjekt ist kostenlos und freiwillig. Es kann, egal von welcher Seite, jederzeit abgebrochen werden. Außerdem arbeiten die Coaches ehrenamtlich", so Anneliese Bruns, die glaubt, dass die Jugendlichen dieses Projekt annehmen werden, weil "es sich außerhalb der sonstigen Strukturen bewegt, und deshalb motivieren wird.

"Von den zehn Jugendlichen, die die Hilfe der Coaches annehmen wollen, sind drei Mädchen und sieben Jungen. "Das scheint sich abzuzeichnen, dass die Jungen mehr Bedarf haben", glaubt Christa Terheiden.

Kontakt bei Interesse: Christa Terheiden oder Ludger Börgermann, 0 54 51 / 9 68 60, Oststraße 39, 49477 Ibbenbüren. E-Mail: buergerstiftung@skf-ibbenbueren.de.

Bilder


Klicken Sie auf ein Bild.
Foto: Elke Kockmeyer