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Ibbenbürener Volkszeitung vom 21.05.2015

Anke Rieping wiedergewählt

Versammlung der Bürgerstiftung Tecklenburger Land: Spendenaufkommen im Jahr 2014 gestiegen

von Claus Kossag

TECKLENBURGER LAND. Anke Rieping steht weiterhin an der Spitze der Bürgerstiftung Tecklenburger Land. Am Dienstagabend wurde die Vorsitzende von der Stifterversammlung im Gasthof „Zum Adler“ in Bevergern einstimmig wiedergewählt. Etwa 30 der 197 Stifter hörten zudem Positives zu Projekten und Finanzen der Bürgerstiftung. Im Jahr 2014 setzte die Bürgerstiftung unter dem Motto „Wir stiften Zukunft“ rund 57 400 Euro für Projekt- und Einzelfallhilfen in der Region ein.

Angelika Wollny, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Hörstel, lobte in ihrem Grußwort den ehrenamtlichen Einsatz, der Voraussetzung für den Erfolg diverser Projekte der Bürgerstiftung sei. Wollny zeigte sich überzeugt, dass mit diesem Gemeinschaftssinn „die Erfolgsgeschichte der Bürgerstiftung weitergeschrieben wird“.

Anke Rieping betonte in ihrem Rechenschaftsbericht, dass ein „wohlwollendes Spendenaufkommen“ im Jahr 2014 bewährte Projekte der Bürgerstiftung weiter ermögliche. Leider nicht von Erfolg gekrönt gewesen seien Bemühungen des Initiativkreises, Fördergelder zu erhalten. Die blieben meist größeren Stiftungen vorbehalten. Als Erfolg nannte sie die Zertifizierung durch den Bundesverband deutscher Stiftungen, die bis 2017 vergeben wurde.

In Vertretung von Schatzmeister Heinz-Josef Rehers erläuterte Thomas Baune, Geschäftsführer der Kanzlei Runde, Glüsing, Baune (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater) aus Ibbenbüren , die wirtschaftlichen Kennzahlen der Bürgerstiftung. Wie die Vorsitzende verwies er auf das erhöhte Spendenaufkommen, das in 2014 im Vergleich zu 2013 um etwa 16 500 Euro auf 58 700 Euro anstieg. Das wurde genutzt, um Projekte und Einzelfallhilfen zu finanzieren.

Baune erklärte, nach wie vor sei es schwierig, angesichts der Niedrigzinsphase in der Vermögensverwaltung des Stifterkapitals Einnahmen zu generieren. Doch durch Umstellungen sei es gelungen, hier gegenüber dem Vorjahr in 2014 ein besseres Ergebnis zu erzielen. Dabei werde nach wie vor eine „seriöse Anlagepolitik“ verfolgt. Etwa 660 000 Euro Stiftungs- und rund 165 0000 variables Kapital hat die Bürgerstiftung. Baune sprach von einer „sehr guten Bilanz, die Vorstand und Geschäftsführung vorstellen können“.

Geschäftsführer Ludger Börgermann berichtete über die Projekt- und Einzelfallhilfen im vergangenen Jahr. Etwa 57 400 Euro wurden dafür zur Verfügung gestellt. 48 000 Euro flossen in die bekannten Projekte „Alt für Jung“ und „Wir für Kinder“, 9400 Euro in Einzelfallhilfen. Börgermann sagte, auch in den künftigen Etatplanungen machten die Einzelfallhilfen um die 10 000 Euro aus. Im Jahr 2014 gingen 36 Anträge von sozialen Trägern ein, die diese für von ihnen betreute Personen stellten, acht mussten abgelehnt werden. Die Einzelunterstützungen lagen zwischen 70 und 500 Euro. Börgermann erklärte, oft seien relativ geringe Beträge geeignet, um Menschen in Not wieder eine kleine Perspektive zu geben, sei es bei Kleidung, Busfahrkarten oder Energierechnungen.

Über das Projekt „Alt für Jung“ berichtete Christa Terheyden. 24 ehrenamtliche Coaches betreuten 32 Jugendliche, eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Auch beim Projekt „Wir für Kinder“, das Ursula Beyer vorstellte, sind es die ehrenamtlichen Coaches (48) der Bürgerstiftung, die in Familienzentren und Grundschulen helfen, zum Beispiel bei der Sprachförderung.


„Wir sind in der Kinder- und Jugendarbeit gut aufgestellt.“
Anke Rieping


Neues Projekt „Wir für Senioren“

Ein neues Projekt „Wir für Senioren“ nimmt die Bürgerstiftung aktuell in Angriff. Dabei geht es darum, Zukunftsfragen der älteren Generation gemeinsam mit ehrenamtlichen Coaches als Kümmerer und Brückenbauer anzugehen, um das Leben im Alter auch selber zu organisieren. Der Start soll im „BeTreff“ in Bevergern sein und in den Folgejahren dann auf die Region ausgeweitet werden.

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Foto: Claus Kossag