PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 12.05.2017

Bürgerstiftung hilft vielfach

Harald Kuschel neuer Schatzmeister

von Claus Kossag

IBBENBÜREN. Die Bürgerstiftung Tecklenburger Land hat sich auch im Geschäftsjahr 2016 mit zahlreichen Einzelfall- und Projekthilfen engagiert. Und sie wird das angesichts ihrer stabilen finanziellen Lage auch künftig tun können. Das war der Tenor während der Stifterversammlung am Mittwochabend in der Familienbildungsstätte. Und zu den allesamt einmütigen Beschlüssen der Stifter gehörte am Ende auch dieser: Die Bürgerstiftung wird sich gemeinsam mit anderen für ein stationäres Hospiz in Ibbenbüren engagieren. Die Vorsitzende Anke Rieping sagte, es stehe der Bürgerstiftung gut an, gemeinsam mit anderen so etwas zu schaffen.

„Wir würden sie gerne mit im Boot haben.“
Wolfgang Flohre, Vorsitzender des Hospizvereins, zur Stifterversammlung beim Thema stationäres Hospiz

Anke Rieping berichtete von aktuell 201 Stiftern, einem gebundenen Stifterkapital von 721 000 Euro und einem variablen Eigenkapital von rund 176 000 Euro. „Das ist ein gutes Standbein für unsere Projekte.“ Ihr besonderer Dank galt den Ehrenamtlichen als „höchstem Gut der Stiftung“. Im Projekt „Alt für Jung“ sind 25 Ehrenamtliche aktiv. Bei „Wir für Kinder“ sind es 75 Ehrenamtliche.
Geschäftsführer Ludger Börgermann zeigte auf, dass die Bürgerstiftung im vergangenen Jahr etwa 9000 Euro für Einzelfallhilfen und 43 000 Euro für Projekthilfen (unter anderem „Wir für Kinder“, „Alt für Jung“ und „BeTreff“ Bevergern) eingesetzt hat, insgesamt gut 52 000 Euro. Damit liege die Stiftung im durchschnittlichen Trend der Vorjahre. Mit Blick auf 17 Jahre Bürgerstiftung meinte Börgermann, 17 mal 50 000, das sei schon eine beachtliche Summe.

Wie Börgermann verwies auch Schatzmeister Heinz-Josef Rehers darauf, dass die Hilfen in dieser Höhe nur angesichts von Spenden möglich seien. Aus Zinserträgen lasse sich das angesichts der Entwicklung am Geldmarkt nicht realisieren. Im Wirtschaftsplan für 2018 nannte Rehers eine Summe für Projekt- und Einzelfallhilfen in Höhe von 55 000 Euro, die die Stiftung einsetzen will.

Rehers schied auf eigenen Wunsch nach langjähriger Schatzmeister-Tätigkeit aus. Er bedankte sich für das Vertrauen der Stifter und die ausgezeichnete Teamarbeit in Vorstand und Initiativkreis. Anke Rieping sagte, sie habe mit Rehers „einen klugen Mann an meiner Seite gehabt“. Dem Lob für den Schatzmeister schloss sich der gesamte Vorstand an. Als Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig den 65-jährigen Harald Kuschel.



Pläne für stationäres Hospiz

Wolfgang Flohre, Vorsitzender des Hospizvereins Ibbenbüren, stellte während der Stifterversammlung kurz die Pläne für ein stationäres Hospiz in Ibbenbüren vor. Wie berichtet ist geplant, mit mehreren Trägern eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) für ein stationäres Hospiz für das Tecklenburger Land zu gründen. Dabei, so Flohre, würden die Initiatoren die Bürgerstiftung gerne mit im Boot haben. Was die Finanzierung eines stationären Hospizes betrifft, zeigte sich Flohre zuversichtlich, auch Gelder aus der Bürgerschaft und der Wirtschaft zu bekommen. Für das Betreiben eines Hospizes müsste die gGmbH für fünf Prozent der Kosten aufkommen, 95 Prozent tragen Kranken- und Pflegekasse. Für die gGmbH wären das bei zehn Plätzen etwa 200 000 Euro jährlich, so Flohre.

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Foto: Claus Kossag


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