PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 22.11.2017

Der Anfang ist gemacht

13 Gesellschafter gründen Träger-gGmbH für Hospizhaus Tecklenburger Land

von Linda Braunschweig

IBBENBÜREN. 14 Unterschriften für einen entscheidenden Schritt: Am Montag haben unter Aufsicht von Notar Dr. André Dignas 13 Gesellschafter die gemeinnützige Träger-GmbH für das Hospizhaus Tecklenburger Land gegründet. In der Fabi setzten die Vertreter von sieben Institutionen ihre Signaturen unter den Gründungsvertrag (siehe Info-Kasten).

Die Trägergesellschaft wird die Verantwortung für den Bau und den Betrieb des Hospizhauses übernehmen. „Das ist eine historische Stunde“, sagte Wolfgang Flohre zur Begrüßung vor den Gesellschaftern und rund 20 weiteren Gästen. „Der Schlusspunkt eines ersten Experiments.“ Wie berichtet, soll Ibbenbüren ein stationäres Hospizhaus mit zehn Plätzen bekommen. Ende 2019 soll es fertig sein und rund 2,5 Millionen Euro kosten. Ein Investor ist bereits gefunden, zwei Grundstücke im Stadtzentrum stehen zur Auswahl. Flohre bat bei der Gründungsversammlung „um noch ein bisschen Geduld“: Weder die Grundstücke noch der Investor könnten schon vorgestellt werden. Das soll bei einer ersten Gesellschafterversammlung am 19. Februar 2018 um 17 Uhr in der Fabi geschehen.
Zwei Jahre Vorbereitung liegen bereits hinter Wolfgang Flohre, der während der Versammlung am Montag zum ehrenamtlichen Geschäftsführer der gGmbH bestellt wurde.

„Das ist eine historische Stunde.“
Wolfgang Flohre

Der Ibbenbürener hat mal nachgezählt: 117 Termine hat er für das Hospizhaus schon absolviert. „Als Rentner habe ich das gerne gemacht“, sagte Flohre schmunzelnd. Mit der Gründung der Träger-gGmbH können die Planungen nun richtig losgehen. Erste Zeichnungen der Architekten von agn lägen bereits vor, so Flohre.

Zudem freute sich Flohre am Montag über die Spendenbereitschaft: So habe der Lions Club Tecklenburg bereits jetzt eine Spende von „weit über 100 000 Euro“ für das nächste Jahr angekündigt, sagte Flohre. In diesem Jahr seien durch Veranstaltungen wie Konzerte und einen regelmäßigen Garagenflohmarkt bereits 70 000 Euro zusammen gekommen, 2016 waren es 60 000 Euro. Fünf Prozent der laufenden Kosten, etwa 200 000 Euro jährlich, muss die Trägergesellschaft künftig selbst aufbringen. Sie ging am Montag mit einem Stammkapital von 35 000 Euro an den Start – jede Institution gibt 5000 Euro. Entgegen erster Ankündigungen waren die Awo-Seniorenzentren bei der Gründung nicht mit dabei. Sie werden unter Umständen später noch dazu stoßen, sagte Flohre.

Bei einem ersten Planungsworkshop am 17. März 2018 in der Fabi soll der Bau konkreter werden. Dann werde es um das Grundstück und das Gebäude gehen, kündigte Flohre an, aber auch um die Palliativversorgung und die Ehrenamtlichen. Mediziner mit Palliativausbildung zu finden, könne ähnlich schwer werden wie Ärzte aufs Land zu bringen, befürchtete Flohre.

Die Unterzeichner
13 Vertreter von sieben Institutionen und Vereinen haben am Montagabend in der Fabi mit Notar Dr. André Dignas den Grundstein gelegt: Initiator Wolfgang Flohre und Christa Hartwig-Ullrich (Hospizverein), Anke Rieping und Ewald Beermann (Bürgerstiftung Tecklenburger Land), Detlev Becker (Caritasverband Tecklenburger Land), Stefan Zimmermann (Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburger Land), Dr. Heinz Gerd Beule und Carsten Wellbrock (St.-Elisabeth-Stiftung Ibbenbüren), Rosa Giesbert und Bärbel Lehmann (Sozialdienst katholischer Frauen) sowie Stefan Lutter, Pfarrer Reinhard Lohmeyer und Karl-Heinz Käsekamp (Stiftung Evangelische Kirche Ibbenbüren).

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Foto: Linda Braunschweig