PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 07.06.2007

7. Jahres-Stifterversammlung auf Haus Marck

Versammlung Bürgerstiftung Tecklenburger Land: Alter Vorstand erneut gewählt

von Elke Lutterberg

TECKLENBURGER LAND. Die bewährten Führungskräfte der Bürgerstiftung Tecklenburger Land wurden während der Stifterversammlung am Dienstagabend in der Remise am Haus Marck in Tecklenburg in ihren Funktionen bestätigt: Vorsitzender German Rieping, Stellvertreterin Maria- Luise Lahme und Schatzmeister Ludger Lindmeyer werden weitere drei Jahre "das Schiff durch die Wellen führen", wie Wahlleiter Hans Jacobi es formulierte. Die drei gehören dem Initiativkreis der Stiftung an und nehmen seit der Gründung im Jahr 2000 ihre Aufgaben wahr.
Bevor die Stifterversammlung begann, die mit rund 70 Mitgliedern so gut wie noch nie besucht war, führte Freiherr Hartwig von Diepenbroick- Grüter durch das wunderschöne Haus Marck, das gerade saniert wird. Insbesondere der Rittersaal mit den zahlreichen Gemälden faszinierte die Besucher.

Vorsitzender German Rieping eröffnete dann die siebte Stifterversammlung in der Remise und bedankte sich bei den Stiftern ebenso wie bei den Coaches des Projektes "Jung und Alt" (wir berichteten) für die vertrauensvolle und effiziente Arbeit. Der Bekanntheitsgrad als auch das Image der Stiftung, die im September 2006 zum zweiten Mal das Gütesiegel des Bundesstiftungsverbandes erhielt, habe sich weiterhin gestärkt. Als neue Stifter wurden in 2006 Alfons Pelster, Christa Rollwage und Eva Holtkamp willkommen geheißen. Manfred Schreck aus Tecklenburg und Heinz-Josef Rehers aus Ibbenbüren wurden in den Initiativkreis, "der innovativen Denkfabrik" wie German Rieping diesen Kreis liebevoll nennt, berufen.

Vorstand, Initiativkreis und Geschäftsführung arbeiten allesamt ehrenamtlich. Schwerpunktfelder des Initiativkreises im Verbund mit Vorstand und Geschäftsführung seien unter anderem die Akquise neuer Stifter und Förderer sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Rieping: "Wir halten Kontakt mit der Bürgerstiftung in Osnabrück und denken unter Umständen über eine Kooperation nach." Rieping appellierte an die Solidarität der Bürger mit den Schwächeren: "Wir wollen da helfen, wo Hilfe erforderlich ist. Die auf der Sonnenseite des Lebens stehenden Menschen dürfen sich nicht drücken vor der Sozialpflichtigkeit für die Menschen, die tief im Schatten dieser Welt und dieses Lebens stehen." Ein Ansporn, das "Langzeitziel" zu erreichen, nämlich das Stiftungskapital von zurzeit 520 000 Euro auf eine Million Euro aufzustocken.

Marie-Luise Lahme informierte die Anwesenden detailliert über Projekt- und Einzelfallhilfen. Nach wie vor wird jungen Menschen, momentan sind es sieben junge Frauen, ein freiwilliges soziales Jahr in Altenheimen im Altkreis Tecklenburg ermöglicht. Unterstützt wird das Projekt durch den Rotary-Club Tecklenburg und die Elisabeth- Stiftung Ibbenbüren. Von der Bürgerstiftung erhielten außerdem der DRK-Ortsverein Hopsten, der DRK-Ortsverein Ibbenbüren, die Ernst- Klee-Schule Mettingen, die Ibbenbürener Tafel und die Espeler Don-Bosco-Schule für verschiedene Projekte eine finanzielle Unterstützung. Rund 28 100 Euro wurden für alle Projekthilfen aufgewendet. Einzelfallhilfen schlagen mit 12 700 Euro zu Buche. So wurden, nur als Beispiele, die Kosten für eine Kfz-Steuer, ein Damenfahrrad mit Kindersitz oder die Einkleidung für eine begonnene Berufsausbildung übernommen.

Schatzmeister Ludger Lindmeyer informierte darüber, dass sich Überschüsse aufgrund höherer Ausgaben und geringerer Zinserträge verringerten, die Finanzlage aber dennoch zufriedenstellend sei.Deshalb appelliert er, weiter dabei zu helfen, die Zahl der Stifter zu erhöhen und nach Spendern und Förderern zu suchen. Die vorgelegte Bilanz wurde von der Versammlung genehmigt, bevor Christa Terheiden und Anneliese Bruns über das Projekt "Alt für Jung" berichteten. 28 versierte Senioren hätten bislang 37 Jugendlichen Hilfestellung beim Übergang von der Schule in den Beruf gegeben. Ehrenamtlich natürlich.

Bereits jetzt hätten sich neun Mädchen und 16 Jungen gemeldet, die die Hilfe der ehrenamtlichen Coaches annehmen wollen. Allerdings sollen nicht wie beim Start die Zehntklässler, sondern bereits die Neuntklässer begleitet werden. Eltern als auch Schüler nähmen das Coaching positiv an, Kontakte zu weiteren Schulen seien bereits geknüpft, Arbeitsagentur und Jugendamt mit ins Boot geholt worden. Jetzt gelte es, die Zusammenarbeit mit den Firmen zu intensivieren.

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Foto: Elke Lutterberg


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