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Ibbenbürener Volkszeitung vom 20.11.2007

Für viele auch Berufsfindung

Freiwilliges Soziales Jahr: Bürgerstiftung Tecklenburger Land bedankt sich für die Unterstützung

-erh- TECKLENBURG. „Ein freiwilliges Soziales Jahr wird als positive Referenz anerkannt.“ German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, hat gestern besonders betont, dass dadurch soziale Kompetenz nachgewiesen und gefördert werde.

In insgesamt sieben Einrichtungen im Tecklenburger Land fördere die Bürgerstiftung dieses „Jahr, das oft zur Berufsfindung eingesetzt wird“. Rieping bedankte sich im Matthias-Claudius-Haus bei Einrichtungen, die die Bürgerstiftung bei ihrer Arbeit unterstützten. In Tecklenburg etwa die katholische und die evangelische Kirchengemeinde und das DRK sowie die Träger der Einrichtungen. „Ohne Ihre Hilfe wäre die Vielzahl der FSJ-Stellen aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht zu schultern.“

Insgesamt wende die Bürgerstiftung jährlich rund 25 000 Euro für die FSJ-Stellen auf. Da die Stiftung nur die Zinsen aus dem Kapital sowie Spenden für ihre Arbeit einsetzen könne, sei sie für die Unterstützung dankbar.

Die FSJ-ler ersetzten nicht die Fachkräfte in der Pflege, sondern „spenden Zeit, um sich mit den Bewohnern von Altenheimen zu unterhalten, ihnen vorzulesen, mit ihnen zu spielen oder sie einfach zu begleiten zum Arzt, bei Einkäufen und anderen Dingen des täglichen Lebens“, erläuterte Rieping.
Pastor André Ost sagte gestern, er halte es für eine gute Idee, die örtlichen Träger in so ein Projekt einzubeziehen, weil es eine enge Verbindung zwischen den Einrichtungen und den Kirchen gebe. Pfarrer Günther Falkenberg ergänzte, die Kirchen seien zudem dankbar, dass das Projekt „von der Bürgerstiftung geprüft ist und somit Hand und Fuß hat“.

Sonja Telljohann, stellvertretende Leiterin des Matthias-Claudius-Hauses, sagte, das FSJ bedeute für das Haus eine Erleichterung, auch, weil sich die FSJ-ler – seit August Helena Taranowski – bewusst für diese Aufgabe in einem Altenheim entschieden hätten.

Seit Anfang November gibt es die ersten Paten für die Bewohner und Bewohnerinnen im MCH in Tecklenburg. Manfred Schreck aus dem Beirat der Bürgerstiftung sagte, neun Frauen hätten sich zur Übernahme von Patenschaften bereit erklärt. „Wir sind aber auf der Suche nach noch mehr Leuten“. Die Frauen seien für ihre Arbeit intensiv geschult worden. Die älteren Menschen freuten sich, mit jüngeren sprechen zu können. Bei diesem Projekt hat die Bürgerstiftung die Schulung möglich gemacht.

Helena Taranowski (21 Jahre, links) arbeitet seit August im Freiwilligen Sozialen Jahr im Matthias-Claudius-Haus. Sie stellte gestern German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, und ihrer Kollegin Monika Waryszak (25) das Haus vor. Monika arbeitet seit September in der Wohngemeinschaft Arche.

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Foto: Kurlemann