PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 24.11.2007

Leuchtturm-Projekt strahlt in die Region aus

Bürgerstiftung Tecklenburger Land erhält 20 000 Euro für Projekt „Alt für Jung“

-ek- IBBENBÜREN/MÜNSTER. Die Bürgerstiftung Tecklenburger Land ist eines der ersten Leuchtturmprojekte, das durch die PSD-Bank Westfalen-Lippe ausgezeichnet wurde. Die Urkunde für den ersten Platz, dotiert mit 20 000 Euro, erhielten German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, und Christa Terheiden, Projektleiterin des gewürdigten Projektes „Jung für Alt und Alt für Jung“ am Donnerstagabend in der Rüstkammer des historischen Rathauses in Münster.

18 Bürgerstiftungen aus der Region hatten sich mit ihren aktuellen Projekten bei der Bank um insgesamt 50 000 Euro beworben. Für drei Bewerber hat sich die vierköpfige Jury entschieden. Die Münsteraner Professoren Annette Zimmer und Heribert Meffert, Reinhard Schlottbom und Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer des Berliner Vereins Aktive Bürgerschaft, entschieden: 10 000 Euro für das Projekt „Verantwortung lernen“ der Stiftung „Bürger für Münster“ und 15 000 Euro für „Büren kann man spüren“ der Bürgerstiftung Büren. Weitere neun Bürgerstiftungen erhielten Zuschüsse in Höhe von 750 bis 4000 Euro.

Das Projekt „Alt für Jung und Jung für Alt“ habe am eindeutigsten überzeugt: „Sie sind ein Garant für Selbsthilfe vor Ort“, so Reinhard Schlottbom, Vorstandsvorsitzender der PSD-Bank. Die Bank hat das Bürgerprojekt 2007 ins Leben gerufen, um besonders innovative und nachhaltige Projekte zu unterstützen. Ausschlaggebend für die Preisvergabe sind laut Meffert Innovationskraft, Relevanz für Stadt und Region, Projektfortschritte, Freiwilligkeit, die Anzahl der Ehrenamtlichen sowie Nachhaltigkeit des Projektes. Zur Preisverleihung begleitet wurden Terheiden und Rieping von Mitgliedern der Bürgerstiftung, Coaches und durch Bürgermeister Heinz Steingröver. Letzterer war mächtig stolz: „Die Bürgerstiftung ist ein Beispiel dafür, dass Ibbenbüren eine Menge zu bieten hat!“ Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, den Gästen Ibbenbüren für einen Besuch schmackhaft zu machen.

„Wir hatten auf eine Anerkennung gehofft, diese außergewöhnliche Auszeichnung hatten wir nicht erwartet“, so German Rieping. Die Auszeichnung sei nicht nur Motivation für zukünftige Arbeit, sondern noch mehr Verpflichtung, bürgerschaftliches Engagement für eine lebenswerte Zivilgesellschaft zu verstärken. In diesen Tagen, so Rieping, sei die Bürgerstiftung sieben Jahre alt geworden, die Stiftergemeinschaft auf 148 Stifter und ein Stifterkapital von 530 000 Euro angewachsen. Christa Terheiden informierte das Publikum souverän über Entstehung und Fortschritte des Projektes, und sparte nicht an Lob für die mittlerweile 34 Männer und Frauen, die jungen Menschen beim Übergang von Schule ins Berufsleben helfen. Die Coaches Lydia Kunkemöller und Hermann Middendorf beschrieben eindrucksvoll ihre Aufgabe, bevor Sabrina Suhre ihre eigenen Erfahrungen mit dem Projekt „Jung für Alt“ informierte. Die 21-Jährige hat ein von der Bürgerstiftung gefördertes Freiwilliges Soziales Jahr hinter sich. Sabrina Suhre berichtete über die Vorurteile, die sie vor dem Projekt gegenüber älteren Menschen gehabt habe. Und sie erzählte mit fester Stimme, dass sie heute, auch wenn sie nicht mehr im Altenwohnhaus arbeite, immer noch eine „alte Freundin“ besuche. Was sie weiter aus dem Jahr mitgenommen hat? „Ich weiß jetzt, dass jeder von uns Verständnis aufbringen muss, gleich, ob jung oder alt. Freundschaften zwischen den Generationen sind das, was wir füreinander tun können und müssen.“

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Foto: Elke Lutterberg


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