PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 05.06.2008

Was ist Demenz?

Fortbildung für die "Paten für Senioren"

-jbi- TECKLENBURG. "Paten für Senioren" heißt das Projekt, das die Bürgerstiftung Tecklenburger Land und das Matthias-Claudius-Haus (MCH) gemeinsam angestoßen haben: Inzwischen sieben Ehrenamtliche kümmern sich zu selbst festgelegten, regelmäßigen Zeiten um jeweils einen Bewohner (wir berichteten). Sie nehmen sich Zeit zum Zuhören, machen mit ihm einen Spaziergang, lesen etwas vor. Eine soziale Aufgabe, keine pflegerische. Doch ein Angebot, das den alten Menschen gut tut. Wer Interesse an diesem Ehrenamt hat, kann sich bei der Einrichtungsleitung (Silke Beernink, Telefon 0 54 82/92 92 0) melden.

Das Haus leistet seinen Beitrag zu diesem Projekt, in dem es Fortbildung macht. "Lotse sein im Meer des Vergessens" heißt das jüngste Angebot. Ein einstündiger Vortrag von Silke Beernink und ihrem Pflegedienstleiter Michael Huse, der nicht hochwissenschaftlich, sondern praxisorientiert notwendiges Wissen zur (beginnenden bis fortgeschrittenen) Altersdemenz vermittelte.

Demenz gilt als Oberbegriff für die Summe der Symptome in Folge einer fortschreitenden hirnorganischen Schädigung. Die geistigen Fähigkeiten des dementen Menschen gehen langsam, aber unaufhaltsam verloren, nicht jedoch das Empfinden von Gefühlen. Beenink erläuterte sichtbare Anzeichen, die normale Altersvergesslichkeit von Demenz unterscheiden. Die Krankheit, das zeigte ein Diagramm, ist altersabhängig. Nur fünf Prozent aller 65- bis 69-Jährigenleiden darunter, aber fast 25 Prozent aller 80- bis 90-Jährigen.

Die Referenten zeigten Symptome (sozialer Rückzug, Apathie, Desorientierung) auf und gaben den Ehrenamtlichen Hinweise für den Umgang damit: Einfache, langsame Kommunikation, Wertschätzung zeigen, für Geborgenheit sorgen.

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