PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 08.04.2009

Stadtsportverband wird 167. Stifter

Bürgerstiftung Tecklenburger Land freut sich über weiteres Mitglied

sp - IBBENBÜREN. Den Menschen in Not zu helfen, ein Zeichen zu setzen, das ist das Anliegen des Stadtsportverbandes Ibbenbüren, der und Stifter der Bürgerstiftung Tecklenburger Land ist. „Sie sind der 167. Stifter“, freute sich German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung, gestern. „Ihr Beitritt ehrt uns. Wir brauchen solche Multiplikatoren wie Sie, brauchen bürgerschaftliches Engagement: Vereine und Verbände, die sich engagieren, die die Bürgerstiftung noch bekannter machen im Tecklenburger Land, um Menschen in Not zu helfen.“
Schon seit einigen Jahren habe sich der Stadtsportverband mit dem Gedanken getragen, Mitglied der Bürgerstiftung zu werden. „Dann bin ich einfach in die Mitgliederversammlung gegangen und habe gefragt“, so Vorsitzender Hans-Jürgen Streich. Die Entscheidung fiel einstimmig aus. Immerhin 39 Ibbenbürener Vereine sind im Stadtsportverband Mitglied, er vertritt 15 000 Sportler und sei damit zweitstärkste Organisation hinter den Kirchen, so Streich. Zwar habe der Verband nur eine „kleine Kasse“, aber „uns ist die Zielsetzung der Bürgerstiftung ein Anliegen. Wir wollen mit unserem Beitritt die Arbeit würdigen.“ Die Aktion solle gerne auch Nachahmer finden. „Mit dem Beitritt unseres Verbandes soll nicht Schluss sein. Weitere Sportvereine können folgen.“
Besonders das Projekt der Bürgerstiftung „Alt für Jung“, bei der erfahrene Männer und Frauen versuchen, junge Leute in Arbeit zu bringen, ihnen Praktika und Lehrstellen zu verschaffen, halte er für sehr wichtig, so Streich.
Rieping erklärte, er zolle den rund 35 Coaches allerhöchsten Respekt. Diese betreuen junge Leute mit Problemen. „Das fängt damit an, dass diese nicht aus dem Bett kommen. Oder sie sind nicht in der Lage, Bewerbungen zu schreiben.“ Die Jungen und Mädchen werden von den Coaches geführt und begleitet – freiwillig. „Wenn sie nicht wollen, klinken wir uns aus.“
Streich unterstrich, dass er gerade diese Unterstützung für sehr wichtig halte. Beispielsweise vom Werkhof in Steinfurt kenne er „haarsträubende Geschichten“, manche Familien seien in der 3. Generation arbeitslos. Zudem wies er auf die Jugendhilfe innerhalb der Kommune hin. „Das läuft finanziell aus dem Ruder, so viele Fälle müssen wir unterstützen“, so Hans- Jürgen Streich.
Die Förderung dieser sehr erfolgreichen Aktion, so Rieping, laufe leider zum Jahresende aus. Bisher wurde diese von der „Aktion Mensch“ gefördert, eine Verlängerung sei nicht möglich. Einiges lasse sich über Spenden, beispielsweise von Geburtstagen oder Jubiläen bewerkstelligen. „Zudem haben wir zwei Eisen im Feuer“, so der Vorsitzende, so dass eine Weiterführung so gutwie gesichert scheint. „Mit den Zinsen geht das nicht“, so Rieping. 570 000 Euro betrage das aktuelle Stiftungskapital. Die Zinserträge tendierten gegen Null. Froh sei er darüber, dass „wir durch die Wirtschaftskrise kein Geld verloren haben.“ Die Bürgerstiftung sei den hiesigen Banken treu geblieben, das Geld sei nicht in riskante Papiere gewandert.
Mittlerweile bereitet die Bürgerstiftung das zehnjährige Bestehen im nächsten Jahr vor. Viele Erfolge seien inzwischen nachweisbar: Mit 245 000 Euro an Kapitalerträgen und Spenden konnten die Mitglieder der Bürgerstiftung Menschen in Not helfen.

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Foto: Sabine Plake