PRESSE - ARTIKEL

Westfälische Nachrichten vom 20.08.2009

Einfach „Zeit schenken“

Freiwilliges Soziales Jahr mit der Bürgerstiftung Tecklenburger Land

von Marlies Grüter

TECKLENBURG. „Das vergangene Jahr hat mich bereichert und stark gemacht.“ Daniel Stein berichtet von intensiven Begegnungen mit alten Menschen, langen Gesprächen mit an Demenz Erkrankten, beeindruckenden Biografien - von ausgefüllten zwölf Monaten in seinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) am St.-Elisabeth-Haus Riesenbeck. Hinter jungen Hörsteler liegt eine Erfahrung, die Jennifer Buuck aus Ledde, Tanja Wieschebrock aus Ibbenbüren und Vera Reichel aus Riesenbeck vor sich haben. Sie beginnen jetzt als FSJler ihren Dienst in Altenheimen des Tecklenburger Landes und bringen das mit, woran es am meisten mangelt: Zeit.

Zeit und Muße für ein Gespräch, für einen Spaziergang, für ein Spiel oder einfach nur, um Nähe zu geben. Möglich macht das seit Jahren die Bürgerstiftung Tecklenburger Land für Menschen in Not, die sich seit ihrer Gründung 2000 für soziale Projekte engagiert, um Lebensbedingungen der Menschen im Tecklenburger Land zu verbessern. Dazu gehört die finanzielle Unterstützung von FSJ-Stellen in Altenheimen und die persönliche Begleitung der jungen Menschen. So trafen sich am Dienstagabend auf Einladung der Stiftung die FSJler zum Kennenlernabend bei Dagmar Schmelzel von der Bürgerstiftung auf Haus Marck.

„Es ist für uns ein großer Gewinn, dass wir die Möglichkeit haben, über ein Freiwilliges Soziales Jahr mit Hilfe der Bürgerstiftung den Einstieg ins Berufsleben zu finden“, so der Tenor bei den „neuen“ FSJlern. Alle wissen, dass die zwölf Monate ihrem Leben eine besondere Richtung geben können. Während für Tanja Wieschebrock und Vera Reichel, die im Anschluss an die Schulausbildung ins FSJ wechseln, sich beruflich noch orientieren möchten, steht für Jennifer Buuck, die bereits eine Sozialhelferausbildung hat, der Berufswunsch fest: Sie möchte eine Altenpflegeausbildung beginnen und Erfahrungen sammeln.

„Von der Unterstützung der FSJ-Stellen durch die Bürgerstiftung profitieren also ältere und junge Menschen“, so Dagmar Schmelzle, Maria-Luise Lahme, Anneliese Bruns und Manfred Schreck vom Vorstand und Initiativkreis der Stiftung. „Junge Leute bekommen eine Chance, ins Berufsleben einzusteigen und sich persönlich weiter zu entwickeln und die älteren Menschen erfahren eine besondere Art der Zuwendung, auf die sie sonst verzichten müssten.“ Denn die FSJ-Stellen, deren Finanzierung Stiftung und beteiligte Altenpflegeeinrichtungen gemeinsam schultern, sind zusätzliche Stellen für die Betreuung älterer Menschen, die über den „normalen“ Personalschlüssel der Seniorenheime hinausgehen.

Daniel Stein gehört zu sieben FSJlern, die im vergangenen Jahr ihren Dienst antraten, vier FSJler werden jetzt aktiv.

Wer Aufgaben der Stiftung unterstützen möchte, kann das über Zustiftungen, zweckgebundene Spenden und ehrenamtliches Engagement tun.

Auskunft: Bürgerstiftung, Tel. 05451-968613


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Foto: Marlies Grüter