PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 22.03.2010

„Wenn ich singe, wird nicht gepfiffen“

Grandioses Benefizkonzert des Lions Club Tecklenburger Land mit Tom Gaebel

von Sunhild Salaschek

IBBENBÜREN. „Ich habe eine Regel, wenn ich singe, dann wird nicht gepfiffen“, meinte Tom Gaebel am Freitagabend im Bürgerhaus Ibbenbüren. Doch da hatte er die Rechnung ohne das Publikum gemacht, denn so viele anerkennende Pfiffe dürften selten zu hören sein. Aber es gibt auch nicht alle Tage so leidenschaftliche, locker swingende Musik.
Der Förderverein des Lions Club Tecklenburger Land hatte zu diesem besonderen Benefiz-Konzert geladen, um das Projekt „Alt für Jung“ der „Bürgerstiftung Tecklenburger Land“ zu unterstützen. Die riesige Resonanz, das restlos ausverkaufte Haus und die zahlreichen Spender zeigten, wie gut die Veranstaltung gewählt war.
Mit Dinnermusik des Jazz-Sugar-Trios aus Osnabrück wurden die Besucher schon im Foyer auf den leichtfüßigen Abend eingestellt, bei dem selbst die einführenden Reden einen kurzweiligen Charakter hatten. Lions-Präsident Peter Steinbeck aus Lengerich informierte über die augenblicklichen Projekte des sozial engagierten, weltweiten Clubs. Zuvor hatte der Ibbenbürener Heinz Wehmeyer die Besucher herzlich begrüßt. German Rieping, der erste Vorsitzende, dankte allen Beteiligten für diesen großartigen Abend, mit dem die im Jahr 2000 gegründete Bürgerstiftung Tecklenburger Land „klangvoll ins Geburtstagsjahr“ starte.
„Such a Happy Day“ gehörte dann auch zu den ersten Titeln, mit denen der bekannte Jazzsänger Tom Gaebel und seine Big Band mit viel Charme und fantastischem Klangvolumen begeisterten. Die elf Jungs der Band gäben einfach alles, und sie seien manchmal selbst ihm zu laut, konstatierte Gaebel amüsiert. Sicher hätten sie locker auch einen dreimal so großen Raum füllen können, und trotzdem konnte Tom Gaebel mit seiner faszinierenden Stimme die Songs nicht nur immer verständlich, sondern auch wahrhaft „sehr schön“ vortragen, wie er selbst etwas ironisch meinte. Bei ihm ließ sich leicht miterleben, wie Liebe beflügelt und wie er fühlte: „I’m very much alive“. Nebelzauber und raffinierte Lichtgestaltung sorgten zusätzlich für gehobene Stimmung.
Der große Star aus Köln/Amsterdam überzeugte mit eigenen Songs, huldigte zum Beispiel mit „Satisfaction“ früheren Jahrzehnten und vergaß auch nicht, eine Beziehung zur alten Heimatstadt Ibbenbüren herzustellen. Wem die musikalische Show anfangs schon fast zu perfekt erschien, der konnte später einen ganz lockeren Entertainer erleben. Da faszinierte eine spiegelbildliche rhythmische Interaktion mit Toms Bruder Denis ebenso wie ein Percussionsduell mit dem Schlagzeuger Florian Bungardt – ganz zu schweigen von gezielten flotten Sprüchen und der Einbeziehung des Publikums.
Nach über 20 exquisiten Titeln verließen die brillanten Musiker im Stile der Haydn’schen Abschiedssymphonie der Reihe nach die Bühne, nicht ohne nochmals ein exzellentes Solo präsentiert zu haben. Rasanter Beifall mit Ovationen führten zu einer Zugabe nach der anderen, ehe der grandiose Abend mit einer Signierstunde und der großen Benefiztombola ausklang.

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Foto: Elke Lutterberg


Foto: Elke Lutterberg