PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 11.09.2010

Neues Projekt „Wir für Kinder“

Ein ganzes Dorf

Ein Kommentar von Elke Lutterberg

Zur Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf, sagt ein afrikanisches Sprichwort. Heute fehlt Familien aber häufig diese Stütze eines stabilen Umfeldes. Vor diesem Hintergrund haben die Bürgerstiftung Tecklenburger Land und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) jetzt ein generationsübergreifendes Projekt „Wir für Kinder“ ins Leben gerufen. Der Ansatz, vor allem Kinder aus besonders belasteten Familien zu fördern, ist richtig und notwendig. Die steigenden Kosten für Jugendhilfe in Ibbenbüren sprechen für sich. Nicht zuletzt deshalb ist Prävention das Mittel der Wahl.
In dem Projekt soll der Kontakt zu Eltern durch Ehrenamtliche über Familienzentren und Grundschulen hergestellt werden. Die Initiatoren sind sich sehr wohl bewusst, dass dieses Projekt einerseits viel Fingerspitzengefühl verlangt, andererseits aber die Chance bietet, insbesondere Familien mit Migrationshintergrund stärker in das Gemeinschaftsleben einzubinden. Die Familie ist erste zentrale Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsstelle für ein Kind. Es soll dort Schutz, Geborgenheit, Normen und Werte erfahren. Außerdem prägt die Familie die Kinder nicht nur in Bezug auf den sozialen, sondern auch auf den beruflichen Werdegang.
In stabilen Familien haben Drogen, Gewalt und Vernachlässigung wenig Nährboden. Also ist es wichtig, frühzeitig tätig zu werden, um die Stabilität benachteiligter Familien zu fördern und die Kompetenz der Eltern zu stärken. „Wir für Kinder“ kann und will der Familie nicht alle Aufgaben abnehmen, sondern will Partner der Familien sein.
Aller guter Wille nützt allerdings nur, wenn auch die Eltern zur Zusammenarbeit bereit sind – zum Wohl der Kinder, die unsere Zukunft sind.

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