PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 12.07.2011

„Ehrenamt braucht mehr Anerkennung“

Tag des Ehrenamtes mit 40 Vereinen und viel Resonanz / Blitzumfrage

IBBENBÜREN. Uns gibt es auch in dieser Stadt – und wir sind viele! Unter diesem inoffiziellen Motto stand am vergangenen Sonntag der „Tag des Ehrenamtes“ in Anlehnung ans Stadtfest „Ab in die Mitte“. 40 Vereine und Verbände präsentierten sich mit Infoständen und Aktionen zwischen Bachstraße und Altem Posthof.

Um 11 Uhr Eröffnung und eine halbe Stunde später bereits Gedränge: „Ich hätte nicht gedacht, dass um diese Zeit schon so viel los ist“, wunderte sich nicht nur der Geschäftsführer des Stadtmarketings, Reinhard Holocher. Sicher, der Ehrenamtsbasar korrespondierte mit dem Trödelmarkt und profitierte von dessen Zugkraft. Doch das allein erklärt nicht den Erfolg der Ehrenamtlichen. Weil sich in Ibbenbüren so viele Aktive auf unterschiedlichsten Feldern engagieren, war die angebotene Palette entsprechend bunt. Sie reichte vom Angelsportverein und der ANTL bis zum Leseförderkreis „Viel-Seitig“ mit seinem neuen Möbelstück, dem „offenen Bücherschrank“.

An zahlreichen Ständen wie bei der Landjugend gab es nicht nur Flyer und gute Worte, sondern Aktivitäten wie Torwandschießen und den Aufruf: Macht mit, bei uns ist was los! Was los ist auch bei Caritas und Diakonie. Ingeborg Paul, der gute Geist des kirchlichen Cafés Sonnenblume, gab Auskunft und ließ Besucher abstimmen. Die Blitzumfrage der Diakonie ist nicht repräsentativ, aber aufschlussreich. Befragt wurden 332 Personen, die jeweils drei Stimmen abgeben konnten. Für die Forderung „Ehrenamt braucht mehr Anerkennung“ stimmten 244; Ehrenamt ist die Stütze der Gesellschaft: 217 Stimmen; Ehrenamt bereichert mein Leben: 159 Stimmen. Demgegenüber geißelten sieben Befragte Ehrenämter als Ausbeutung. „Ehrenamt – was habe ich davon?“, fragten vier Besucher achselzuckend zurück. Und auch das irrlichtert auf dem Markt der Meinungen: „Ehrenamt ist für Reiche“ glauben ernsthaft vier Befragte.

„Das Meinungsbild zeigt: Ehrenamt hat einen hohen positiven Stellenwert in Ibbenbüren“, zieht Ingeborg Paul für ihre Institution und andere ein durchweg ermutigendes Fazit.

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Foto: Klaus Rotte


Foto: German Rieping


Foto: German Rieping


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