PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 28.09.2011

Zeit an Kinder verschenken

Präventionsprojekt „Wir für Kinder“ von SkF und Bürgerstiftung sucht neue Mitstreiter

IBBENBÜREN. Wer ein bisschen Zeit übrig hat und Lust hat, sie an Kinder zu verschenken, ist bei „Wir für Kinder“ genau richtig, heißt es in einer Pressemitteilung. Seit Januar gibt es das erfolgreiche Präventionsprojekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) und der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, gefördert durch die Aktion Mensch. 19 Freiwillige zwischen 40 und 70 Jahren sind bereits aktiv und unterstützen Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren in Grundschulen und Familienzentren. Und wenn es nach den Trägern geht, sollen es noch mehr werden.
Anfang nächsten Jahres werde es wieder eine Fortbildung für Ehrenamtliche in der Fabi geben. An jeweils einem Vormittag in der Woche (insgesamt zehn Treffen), behandeln Referenten pädagogische Themen rund ums Kind. Der Kursus schließt mit einem Zertifikat für die Teilnehmer ab.
Die Rückmeldungen der letzten Fortbildung seien durchgehend positiv gewesen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Nach dem Kursus unterstützen die neuen Coaches einzelne Kinder oder kleine Gruppen in den jeweiligen Einrichtungen bei den Hausaufgaben, beim Lesen und der Sprachförderung, bei Aktionen oder in Arbeitsgemeinschaften. Dabei stehen sie mit Lehrern und Erziehern in ständigem Austausch. Je nach persönlicher und beruflicher Kompetenz ist vieles an Förderung vorstellbar.
Auch der zeitliche Einsatz ist unterschiedlich und variiert von zwei bis fünf Stunden pro Woche. Die Coaches entscheiden das Wann und Wie ihres Einsatzes. Die Arbeit soll Freude und Gewinn für beide Seiten bedeuten, ohne Leistungsdruck und Stress.
Ein Praxisbeispiel: Für Frau H. ist die Arbeit mit Kindern ein Abenteuer. Etwas Schöneres, so sagt sie, sei für sie nicht denkbar. „Seit meinem Ruhestand war ich auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe, die mir Freude macht und meinem Alltag bereichert. Seit Mai helfe ich zwei Kindern von acht und neun Jahren in der Schule bei den Hausaufgaben. Nicht, weil sie es ohne mich nicht schaffen würden, sondern weil ich die nötige Gelassenheit und Zeit mitbringe, mit ihnen das ein oder andere zu wiederholen oder ihnen etwas in Ruhe zu erklären. Die Kinder sind so dankbar und freuen sich auf mich, ein tolles Gefühl.“
In erster Linie seien es natürlich die Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen auf Hilfen angewiesen seien, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Meist seien es sprachliche Probleme, die das Lernen blockierten oder die Integration erschwerten. Aber auch zurückhaltende, ängstliche Kinder freuten sich auf eine zusätzliche vertrauensvolle Kontaktperson. Ehrenamtliche entlasten Lehrer und pädagogisches Fachpersonal bei immer größer werdenden Gruppen und unterschiedlichen Persönlichkeitsprofilen. Das Projekt biete den Ehrenamtlichen eine sinnvolle Aufgabe, in die sie ihre beruflichen oder persönlichen Lebenserfahrungen einbringen und dabei fit bleiben könnten. Die Fortbildung ist kostenfrei.
Projektleiterin, Sozialpädagogin Ursula Beyer, die als hauptamtliche Fachkraft beim SkF beschäftigt ist, hofft wieder auf viele Interessenten, damit das Angebot in den Familienzentren und Grundschulen weiter ausgebaut werden kann. Infos unter Telefon 0 54 51/ 96 86-0 beim SkF.

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