PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 23.03.2012

„Die Arbeit wird anerkannt“

Weitere Zertifikate für Freiwillige / „Wir für Kinder“ wird oft angefragt

-bst/sp- IBBENBÜREN.. Alles begann im Januar 2011, als das Präventionsprojekt „Wir für Kinder“ offiziell von der Bürgerstiftung Tecklenburger Land ins Leben gerufen wurde. In Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und der Unterstützung durch die Aktion Mensch werden Kinder im Alter von drei bis elf Jahren mit besonderem Förderbedarf von ehrenamtlichen Kräften unterstützt und begleitet.
19 Freiwillige zwischen 40 und 70 Jahren waren bereits in Grundschulen und Familienzentren aktiv. Jetzt sind weitere hinzugekommen: zwölf weibliche und männlicher Coachs.
Vor Kurzem ist ein weiterer Kursus zu Ende gegangen. German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung, betont, dass gerade die Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften das Besondere an dem Projekt sei. Es sei zukunftsweisend, lobt er. Die Arbeit der Coachs, so erleben es die Organisatoren, werde von den Schulen und Kindergärten anerkannt. „Sie werden oft angefordert“, betont Rieping.
Die Teilnehmer haben an einer Fortbildung für Ehrenamtliche in der Fabi teilgenommen. An jeweils einem Vormittag in der Woche (insgesamt zehn Treffen; 40 Stunden), behandelten Referenten pädagogische Themen rund ums Kind. Der Kursus schloss jetzt mit einem Zertifikat für die Teilnehmer ab, das ihnen von Rieping überreicht wurde. Er dankte für das Engagement und wünschte ihnen viel Freude bei ihrer Tätigkeit.
Nach dem Kursus unterstützen die neuen Coachs einzelne Kinder oder kleine Gruppen in den jeweiligen Einrichtungen bei den Hausaufgaben, beim Lesen und bei der Sprachförderung, bei Aktionen oder in Arbeitsgemeinschaften. Dabei stehen sie mit Lehrern und Erziehern in ständigem Austausch. Je nach persönlicher und beruflicher Kompetenz ist vieles an Förderung vorstellbar.
Auch der zeitliche Einsatz ist unterschiedlich und variiert von zwei bis fünf Stunden pro Woche. Die Coachs entscheiden das Wann und Wie ihres Einsatzes. Die Arbeit soll Freude und Gewinn für beide Seiten bedeuten, ohne Leistungsdruck und Stress.

„Sie werden oft angefordert.“
German Rieping über die Coachs

In erster Linie seien es natürlich die Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen auf Hilfen angewiesen seien, berichten die Initiatoren. Meist seien es sprachliche Probleme, die das Lernen blockieren oder die Integration erschweren. Aber auch zurückhaltende, ängstliche Kinder freuten sich auf eine zusätzliche vertrauensvolle Kontaktperson. Ehrenamtliche entlasten Lehrer und pädagogisches Fachpersonal bei immer größer werdenden Gruppen und unterschiedlichen Persönlichkeitsprofilen.
Das Projekt biete den Ehrenamtlichen eine sinnvolle Aufgabe, in die sie ihre beruflichen oder persönlichen Lebenserfahrungen einbringen und dabei fit bleiben könnten. Die Fortbildung ist kostenfrei.
Projektleiterin und Sozialpädagogin Ursula Beyer, die als hauptamtliche Fachkraft beim SkF beschäftigt ist, freut sich über die vielen Interessenten. Sie seien Multiplikatoren für das schon nach einem Jahr erfolgreich laufende Projekt.
| Jeder weitere Interessent an dem Projekt „Wir für Kinder“ ist willkommen und kann sich unter % 0 54 51/ 9 68 60 beim SkF melden.

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Foto: Brigitte Striehn