PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 18.11.2006

Interview Kompetenz und Selbstverständlichkeit

Generationen verbinden: Senioren verfügen über einen großen Schatz an Ressourcen

Vier Fragen an Christa Terheiden - Projekt-Leiterin "Alt für Jung" der Bürgerstiftung

Tecklenburger Land

Frau Terheiden, stellen Sie sich kurz vor:

Terheiden: Als langjährige Mitarbeiterin in der ambulanten Jugendhilfe habe ich Einblicke in die Sorgen von Jugendlichen, die zum Ende ihrer Schulzeit keinen Ausbildungsplatz haben. Die Bemühungen von Schulen und Lehrern sind vielfältig. Es zeigt sich jedoch, dass der eine oder andere Jugendliche eine individuelle Hilfe benötigt. Ebenso habe ich durch die Arbeit mit Senioren Einblicke in deren Lebenswelt. Ich erlebe sehr viele gebildete Menschen, die nach ihrem aktiven Berufsleben ihre Fähigkeiten, gepaart mit ihrer Lebenserfahrung, für eine sinnvolle Aufgabe zur Verfügung stellen möchten.

Warum haben sie sich für dieses Projekt beworben?

Terheiden: Weil es Generationen verbinden kann. Das ist nicht nur mein Anliegen, sondern wird im Hinblick auf die demographische Entwicklung generell immer notwendiger sein. Senioren verfügen über einen derart großen Schatz von Ressourcen, der aus ihren eigenen Ausbildungen resultiert, sowie auch aus ihren Lebenserfahrungen gespeist wird. Diese gilt es zu nutzen. "Alt für Jung" betritt Neuland.

Wie gehen sie an diese Aufgabe heran?

Terheiden: Erst einmal mit großer Freude. Es ist spannend, mit den aktiven Mitgestaltern innerhalb der Bürgerstiftung die Möglichkeiten zu vervielfältigen. Wir möchten die Öffentlichkeit informieren. Ein weiterer Schritt ist, mit Schulen Kontakt aufzunehmen. Mit interessierten Senioren möchten wir Kontakte knüpfen, um sie auf diese Aufgabe vorzubereiten.

Ihre Wunschvorstellung, was aus "Alt für Jung" in drei Jahren werden soll?
Terheiden: Ich wünsche mir, dass das Projekt "Alt für Jung" in drei Jahren soweit gewachsen und gefestigt ist, dass es als selbstverständlich gilt, dass Senioren ihreKompetenz Jugendlichen zur Verfügung stellen. Ich erhoffe mir eine gute Zusammenarbeit mit den Schulen in der Region, damit es für sie in drei Jahren normal ist, Jugendliche auf die Unterstützung durch kompetente Senioren hinzuweisen.

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