PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 24.05.2012

Bürgerstiftung wächst weiter

Stifterversammlung in der Harkenberg-Mensa/Einzelfall- und Projekthilfen

von Claus Kossag

TECKLENBURGER LAND. Die Bürgerstiftung Tecklenburger Land für Mitmenschen in Not wächst auch im zwölften Jahr ihres Bestehens. Vorsitzender German Rieping hob während der Stifterversammlung am Mittwoch in der Mensa der Harkenbergschule in Hörstel erfreut hervor, dass es inzwischen 190 Stifter gibt.
Diese Stifter haben ein gebundenes Stiftungskapital in Höhe von 633000 Euro bereitgestellt, sozusagen für die Ewigkeit. Darüber hinaus verfügt die Bürgerstiftung über variables Eigenkapital von rund 93700 Euro. Riepings Appell mit Blick auf das Kapital der Bürgerstiftung: „Es muss unser Ziel bleiben, die Millionenmarke zu überspringen.“
Projekt- und Einzelfallhilfen leistete die Bürgerstiftung im Jahr 2011 in Höhe von 70880 Euro. Davon waren rund 10300 Euro Einzelfallhilfen für Menschen in akuten Notlagen.
Der Vorsitzende betonte, dass Einzelspenden von Stiftern derzeit die niedrigen Zinserträge kompensierten. Außerdem gebe es eine wachsende Zahl Menschen, die testamentarische Verfügungen zugunsten der Stiftung erlassen hätten.
Vorbereitet wurde am Mittwoch eine geplante Verjüngung des Vorstandes der Bürgerstiftung. German Rieping erklärte, im Jahr 2013 ebenso ausscheiden zu wollen wie seine Stellvertreterin Marie-Luise Lahme. Eine Findungskommission habe mögliche Kandidaten für eine Nachfolge erörtert. Als zunächst viertes Vorstandsmitglied wurde am Mittwoch Anke Rieping (Ibbenbüren) einstimmig gewählt. Stifter Ewald Beermann (Riesenbeck) hat signalisiert, bei den Vorstandswahlen im nächsten Jahr ebenfalls zur Verfügung zu stehen. Im dreiköpfigen Vorstand wird dann weiterhin Schatzmeister Heinz-Josef Rehers sein. Dessen Amtsperiode wurde von der Versammlung einstimmig bis zum Jahr 2014 verlängert, um „die Wahl mehrerer Vorstandmitglieder zeitlich zu entzerren“, so German Rieping. Über die Neubesetzung der Posten Vorsitz und Stellvertretung entscheide im nächsten Jahr die Stifterversammlung, betonte Rieping. Die Idee sei, dass Anke Rieping das Amt der Vorsitzenden und Ewald Beermann das des Stellvertreters übernehme. Einstimmig bewilligt wurden am Mittwoch Bilanz und Finanzplanung. Schatzmeister Heinz-Josef Rehers erklärte, mit den gewählten Anlageformen die Liquidität der Stiftung jederzeit sicherstellen zu können.
Allerdings mache die Niedrigzinsphase der Stiftung schon zu schaffen. Die Zinsen deckten derzeit nur ein Viertel der Ausgaben. Glücklicherweise seien die Spenden stabil auf hohem Niveau. Darauf sei die Bürgerstiftung auch weiterhin stark angewiesen. Gerade dann, wenn für Projekte wie „Alt für Jung“ eine Förderung bald ausläuft und derzeit noch keine Folgelösung in Sicht ist.
German Rieping berichtete vom Wunsch aus dem Initiativkreis, die Bürgerstiftung künftig noch „breiter aufzustellen“. Dabei soll gemeinsam mit Grund-, Haupt- und Förderschulen, Familienzentren, Vereinen, Verbänden und Sponsoren ein Netzwerk von Förderangeboten für heranwachsende Menschen im Alter von 3 bis 25 Jahren geschaffen werden.


„Spenden an Zeit und Arbeitskraft sind wertbeständig und von keinem Börsenkurs abhängig.“


German Rieping lobt das Ehrenamt

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Foto: Claus Kossag