PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 09.11.2012

„Es ist schön, gebraucht zu werden“

Bürgerstiftung bietet „Wir für Kinder“ erneut Ausbildungskursus für Ehrenamtliche an

IBBENBÜREN. Kinder in belasteten Situationen zu unterstützen und zu fördern, das war die Idee des Sozialdienstes katholischer Frauen und der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, gefördert durch die Aktion Mensch. Heute werden im Projekt „Wir für Kinder“ Jungen und Mädchen im Alter von drei bis zwölf Jahren, z. B. mit Leistungsrückständen, aus Migrationsfamilien oder Familien, deren Eltern einfach zu wenig Zeit für ihre Kinder haben, gefördert. Rund 28 Ehrenamtliche sind bereits in vier Schulen und vier Familienzentren tätig und der Bedarf steigt. Das erfolgreiche Präventionsprojekt gibt es seit Januar 2011. Es wird geleitet von Ursula Beyer.

Wer Interesse hat, ehrenamtlich für ca. zwei bis drei Stunden in der Woche Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren zu unterstützen, der ist in diesem Projekt richtig. Nach den Weihnachtsferien geht es los. Zum dritten Mal werden dann engagierte Menschen auf ihren Einsatz in Grundschulen und Familienzentren vorbereitet und qualifiziert. In Zusammenarbeit mit der Fabi, an jeweils einem Vormittag in der Woche (insgesamt zehn Treffen), werden pädagogische Themen mit unterschiedlichen Referenten erarbeitet. Die Teilnehmer schließen mit einem für sie kostenfreien Zertifikat ab. „Wir erleben die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen grundsätzlich als sehr konstruktiv und als große Hilfe für einzelne Kinder oder kleine Gruppen“, sagt Ursula Beyer und erzählt, dass beispielsweise ein Mädchen an einem Vormittag für zwei Stunden von einer Ehrenamtlichen betreut wird. Für dieses Mädchen sind diese Stunden sehr wertvoll. Zum einen tut ihr die Zuwendung sehr gut. Zum anderen konnte sie aber auch durch die gezielte Unterstützung einen Teil der Leistungsrückstände, die sie in mehreren Fächern hatte, aufholen,“ lautete eine Rückmeldung der Ludwigschule, die von Anfang an Kooperationspartner des Projektes ist. Aber auch in den Familienzentren gehören die Ehrenamtlichen bereits zum Team. Sie spielen mit den Kindern Sprachförderspiele, führen Bildbetrachtungen durch, versuchen so die Sprach- und Kommunikationsfähigkeit der Kinder zu verbessern. „Gerade für die Kinder mit Migrationshintergrund ist dies eine wichtige Voraussetzung“, berichtet uns Monika Schröer, Einrichtungsleiterin des „Familienzentrums evangelischer Stadtkindergarten“. Heike Schöpper von der Albert-Schweitzer-Schule ergänzt: „In der 1:1-Betreuung können die Kinder oft ihre Fähigkeiten bestmöglich entfalten. Die Ehrenamtlichen sind eine große Bereicherung.“

Jeder Interessent ist im Projekt „Wir für Kinder“ willkommen und kann sich unter % 0 54 51 / 9 68 60 beim SkF informieren.

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