PRESSE - ARTIKEL

Ibbenbürener Volkszeitung vom 12.12.2012

Förderung steht auf der Kippe

Bürgerstiftung Tecklenburger Land: Alt für jung ist „immer noch ein Leuchtturmprojekt“

IBBENBÜREN. „Alt für Jung ist immer noch das Leuchtturmprojekt der Bürgerstiftung“. So begrüßte German Rieping, Vorsitzender der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, die ehrenamtlichen Coaches des Projektes zur Jahresabschlussfeier im SkF, in Ibbenbüren.

Gemeinsam mit Christa Terheiden, der Projektleiterin, resümierten sie das vergangene Jahr. Insgesamt wurden ca. 60 Schüler von 30 Coaches – lebenserfahrene Damen und Herren – begleitet.

Bisher wurde das Projekt aus unterschiedlichen Töpfen finanziert. Zuerst über „Aktion Mensch“, aus Spenden an die Bürgerstiftung, die dem Projekt zugeschrieben waren sowie aus Mitteln der „Agentur für Arbeit“.

Bedauerlicherweise gibt es zurzeit keine weiteren verbindlichen Zusagen zur Förderung über die Agentur für Arbeit für dieses Projekt. Bis 31. Juli 2013 muss es nun von der Bürgerstiftung aus eigenen Mitteln finanziert werden. Deswegen wird nun versucht, Spenden zu sammeln.
Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass diesem Projekt keine weiteren Fördermittel zur Verfügung stehen, würden eine Unzahl an Ressourcen der dreißig Coaches, mit ihren vielfältigen Fördermöglichkeiten und Verbindungen zu Ausbildungsstellen und weiterführenden Schulen zum Nachteil für Jugendliche aus der Region ungenutzt bleiben.

„Alt für Jung“ ist ein freiwilliges Angebot und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahre aller Nationen. Entschließt sich ein Schüler freiwillig, ohne jede Verpflichtung und für den Coach ohne Bezahlung, zu einem Intensiv-Coaching, wird er mit einem Coach bekannt gemacht. Die Coaches stellen sich immer den Eltern der minderjährigen Schüler vor.

Coaches und Schüler begeben sich daran, die Stärken und Fähigkeiten auszuloten und diese so zu optimieren, dass ein Berufsziel erkennbar wird. Sie nehmen sich Zeit, um mit dem Jugendlichen, die unterschiedlichsten Berufsbilder zu beleuchten.

Erfreulicherweise ist es den Coaches gelungen, dass für die aktuell begleiteten Schüler schon etliche Ausbildungsverträge für 2013 abgeschlossen werden konnten. Firmen aus Ibbenbüren und der Umgebung wissen um die Fähigkeiten der Coaches und nutzen diese besonders gerne, um den Jugendlichen auch während der Ausbildung optimal zu fördern. Coaches fungieren als Ansprechpartner bei persönlichen Krisen, helfen Lösungen zu suchen. Alle sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

„Was kann ich, was möchte ich, wie erreiche ich mein Ziel?“ Dieses sind die häufigsten Fragen der Jugendlichen beim Übergang von Schule zum Beruf. Adressen von Ausbildungsbetrieben oder schulischen Bildungswegen werden akquiriert, Bewerbungsunterlagen zusammengestellt und Vorstellungsgespräche geübt. Schüler aus Hauptschulen und auch Schüler mit Förderbedarf nehmen diese freiwillige Unterstützung der Coaches gerne an. Sie werden im Rahmen ihres Unterrichts in allen Hauptschulen in Ibbenbüren und Umgebung über die Möglichkeit eines Coachings informiert.
Einige Schüler oder auch Eltern suchen auch den direkten Kontakt zur Bürgerstiftung. Gerne versucht die Projektleiterin Terheiden, die besonderen Fähigkeiten eines jeden Coaches mit denen eines Jugendlichen so zu verknüpfen, damit daraus ein gutes Team werden kann.

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