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Ibbenbürener Volkszeitung vom 09.07.2013

1000 Euro für die gute Sache

Projekt „Alt für Jung“ der Bürgerstiftung und des SkF gewinnt bei einem Wettbewerb den zweiten Platz

von Daniel Lüns

IBBENBÜREN. Erwachsen werden und den Weg in die Berufswelt finden, das ist manchmal gar nicht so einfach. Wie kleidet man sich beim Vorstellungsgespräch? Und wie muss dem Chef die Hand gegeben werden? Fragen, bei denen die Helfer vom Projekt „Alt für Jung“ gerne weiterhelfen. Für ihr Engagement wurden sie nun von der „SkF-Stiftung Agnes Neuhaus“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Für das Gemeinschaftsprojekt der Bürgerstiftung Tecklenburger Land und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren gab es zudem ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Des Weiteren winkte eine ausziehbare Werbefläche, ein sogenanntes Roll-up, mit dem Logo der beiden Ibbenbürener Organisationen. Die Gewinner wurden während der SkF-Bundesdelegiertenversammlung im Franz-Hitze-Haus in Münster bekannt gegeben.

„Passend, dass ich gleich mit einer Preisverleihung einsteigen konnte“, sagt Barbara Kurlemann, neue Geschäftsführerin des SkF Ibbenbüren. Der scheidende Leiter, Ludger Börgermann, selbst habe das Team noch auf den Wettbewerb hingewiesen, bevor er in den wohlverdienten Ruhestand ging. „Die Ehrenamtlichen tragen dieses Projekt“, stellte Kurlemann klar. „Das ist kein SkF-Preis. Das ist ihr Preis“, ergänzte sie während eines Treffens der Coaches und reichte die Siegerurkunde herum.

„Wir hatten eine starke Konkurrenz“, erinnerte sich Anke Rieping, Vorsitzende der Bürgerstiftung Tecklenburger Land, an die Mittbewerber. Auf Platz drei (500 Euro Preisgeld) sei ein Mädchencafé aus Hameln gelandet, das als Anlauf- und Beratungsstelle diene. 5000 Euro fließen in das Projekt „Kleider machen Leute“ aus Hamburg, das psychisch kranke Frauen in einem Bekleidungsladen beschäftige und wieder fit für die Arbeitswelt mache. Dafür habe es den ersten Platz gegeben.

„Die 1000 Euro Preisgeld fließen ganz und gar wieder in unsere Arbeit“, sagte Rieping weiter. „Denn Geld ist knapp.“ Zurzeit betreuen 30 ehrenamtliche Coaches 62 Jugendliche. Viele stehen noch auf einer Warteliste. Da ist reichlich Koordinierungsarbeit vonnöten. Und die kostet natürlich Geld. Denn von den Jugendlichen wollen die Helfer im Zuge ihrer Hilfe keinen Cent sehen. Lediglich Interesse und Engagement, beruflich erfolgreich durchzustarten, müssten die jungen Erwachsenen mitbringen. „Keine Nachhilfe, aber Lebenshilfe“, sagte die Vorsitzende der Bürgerstiftung Tecklenburger Land.

„Sie helfen den Jugendlichen, erwachsen zu werden.“
Projektkoordinatorin Christa Terheiden über die Besuche der Coaches.

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Foto: Daniel Lüns